Was ist Debian?

Debian ist eine der ältesten und einflussreichsten Linux-Distributionen – seit 1993 wird sie von einer weltweiten Gemeinschaft freiwilliger Entwickler gepflegt, ohne Unternehmensinteressen im Hintergrund. Das macht Debian zu einer der wenigen wirklich unabhängigen Distributionen.

Debian ist zugleich die Grundlage für viele andere Distributionen: Ubuntu basiert auf Debian, Linux Mint auf Ubuntu – und die Linux Mint Debian Edition (LMDE) direkt auf Debian. Wer Debian kennt, versteht damit einen großen Teil des Linux-Ökosystems.

Debian erscheint alle zwei Jahre in einer neuen stabilen Version. Das Prinzip: Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Eine neue Version kommt erst heraus, wenn alle enthaltenen Pakete ausgiebig getestet wurden.


Was ist neu in Debian 13?

Linux Kernel 6.12 LTS

Debian 13 enthält den Long-Term-Support-Kernel 6.12 – eine bewusste Entscheidung für Stabilität. Dieser Kernel wird langfristig mit Sicherheitsupdates versorgt und unterstützt aktuelle Hardware wie neue AMD- und Intel-Prozessoren, moderne Grafikkarten und neuere Netzwerkchips.

Aktuelle Desktop-Umgebungen

Debian 13 liefert GNOME 48, KDE Plasma 6.3, Xfce 4.20, LXQt 2.1 und LXDE 13. Welcher Desktop installiert wird, kann bei der Installation frei gewählt werden. Alle Varianten sind vollständig unterstützt.

Moderne Software-Versionen

Mit Debian 13 kommen aktuelle Versionen von LibreOffice 25.2, GIMP 3.0, Python 3.13, PHP 8.4, PostgreSQL 17 und OpenSSH 10. Wer nach der langen Entwicklungszeit von Debian 12 auf aktuelle Software angewiesen war, profitiert stark von diesem Update.

Kein 32-Bit mehr

Debian 13 unterstützt die alte 32-Bit-x86-Architektur (i386) nicht mehr als eigenständige Installationsvariante. 32-Bit-Software kann auf 64-Bit-Systemen weiterhin ausgeführt werden – aber eine vollständige 32-Bit-Installation ist nicht mehr möglich. Wer sehr alte Hardware betreibt, sollte vorher prüfen, ob sein System 64-Bit-fähig ist.

Verbesserte Sicherheit

Debian 13 bringt verbesserten Schutz gegen bestimmte Angriffsmethoden auf modernen Prozessoren (ROP- und JOP-Härtung auf amd64 und arm64). Außerdem unterstützt der Installer jetzt Secure Boot mit systemd-boot als Alternative zu GRUB.

RISC-V offiziell unterstützt

Debian 13 unterstützt erstmals offiziell die RISC-V-Architektur (riscv64) – eine offene Prozessorarchitektur, die besonders in der Forschung und in eingebetteten Systemen an Bedeutung gewinnt. Für normale Desktop-Nutzer hat das keine direkte Relevanz, zeigt aber Debians breiten Architektur-Anspruch.


Für wen ist Debian geeignet?

Debian ist nicht die erste Wahl für Einsteiger, die gerade von Windows umsteigen. Die Installation ist technisch etwas anspruchsvoller als bei Ubuntu oder Linux Mint, und proprietäre Treiber (z. B. für NVIDIA-Grafikkarten) sind standardmäßig nicht enthalten – sie müssen manuell aktiviert werden.

Wer jedoch nach einem stabilen, wartungsarmen System mit langer Lebensdauer sucht – für einen Heimserver, eine Entwicklungsumgebung oder einen PC, der viele Jahre ohne Neuinstallation laufen soll –, liegt mit Debian richtig. Und wer die Basis von Ubuntu und Linux Mint verstehen möchte, kommt an Debian nicht vorbei.

Eine einsteigerfreundlichere Alternative auf Debian-Basis ist die Linux Mint Debian Edition (LMDE 7), die Debians solide Basis mit dem komfortablen Linux-Mint-Desktop verbindet.

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